Styropor Torsos
Um Mode im Schaufenster zu präsentieren, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten; es gibt Schaufensterpuppen, so genannte Mannequins, männlich oder weiblich, dunkel oder hell, mit langen oder kurzen Haaren, zumeist aus Plastik, es gibt Kleiderständer und es gibt Styropor-Torsi.
Während das Mannequin sich dadurch auszeichnet, dass es ein Gesicht hat, das aber natürlich immer sehr unbewegt und kühl wirkt und mit seinen leblosen Augen oft von dem Wesentlichen - nämlich der auszustellenden Mode - ablenkt, ist der Kleiderständer eine Methode, Mode schlicht um der Mode willen zu präsentieren. Allerdings entfällt mit dem Kleiderständer der Vorteil, das man auf einem Blick sieht wie die Kleidung sitzt oder liegt. Das ist bei einem Styropor-Torso anders. Er besitzt kein „ausformuliertes" Gesicht, denn er ist ein Torso - also kopflos. Die Maße sind in der Regel standardisiert und entsprechen den gängigen Normen. Durch die Reduktion auf den Torso gibt es nichts, was von der Kleidung ablenkt und im Gegensatz zum Kleiderständer sieht der Betrachter wie das Kleidungsstück bzw. der Stoff fällt. Der Betrachter hat dadurch die Möglichkeit, dem Torso seinen eigenen oder jeden beliebigen Kopf in seiner Vorstellung aufzusetzen.
Styropor-Torsi gibt es in unterschiedlichen Ausführungen: als reine Torsi, das heißt nur der Oberkörper mit oder ohne Armansatz ist abgebildet. Oder als Torsi mit Unterleib, da sieht man die Beine meist bis kurz vor den Knien, diese Unterleibstorsi eignen sich gut zum Ausstellen von Bademode, kurzen Hosen oder Unterwäsche. Natürlich gibt es sowohl weibliche als auch männliche Ausführungen. Ebenso gibt es Styropor-Torsi in verschiedenen Positionen, klassisch ganz gerade, kontrapunktisch an die Antike erinnernd, oder eben in den verschiedensten Bewegungsabläufen erstarrt, tanzende Torsi, die an Eiskunstläufer oder Balletttänzer erinnern.
Das Material, eigentlich Schaumpolystyrol, zeichnet sich durch sein geringes Gewicht aus. Ein Styropor-Torso wiegt nur wenige hundert Gramm, somit lässt sich der Torso beliebig oft und ohne große Mühe hin und her verschieben, bis dann der richtige Platz gefunden ist. Einen weiteren Vorteil, den das Material hat, ist, dass man alles Mögliche gut an ihm befestigen kann, den Styropor-Torso stört es nicht, wenn man Nadeln in ihn hinein sticht, damit das ausgestellte Kleidungsstück besser hält. Somit eignet sich der Styropor-Torsi ebenfalls sehr gut als Schneiderpuppe. Styropor ist in der Regel weiß, lässt sich aber natürlich ganz einfach einfärben und ist sehr beständig.